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Japanische Lokalisierung verstehen: Unterschiede zu Deutschland

Lokalisierung in Japan

Mit einem B2C-Umsatz von rund 26,1 Billionen Yen im Jahr 2024 (laut japanischem Wirtschaftsministerium METI) ist Japan ein Kraftzentrum des globalen E-Commerce, an dem internationale Unternehmen kaum vorbeikommen. Doch trotz dieser enormen Marktgröße tun sich viele ausländische Onlinehändler schwer, dort dauerhaft Fuß zu fassen.

Das Problem liegt dabei nicht am Angebot selbst, sondern an der Glaubwürdigkeit. Oft scheitern Unternehmen schon daran, der japanischen Zielgruppe wirklich authentische Inhalte in ihrer Landessprache zu bieten. Bereits kleinste sprachliche Schnitzer oder unnatürliche Formulierungen wirken abschreckend und führen dazu, dass potenzielle Kunden Webseiten sofort wieder verlassen, ohne einen Kauf abzuschließen.

In diesem Leitfaden erklären wir Ihnen daher praxisnah und leicht verständlich, worauf es bei der japanischen Lokalisierung ankommt, um im japanischen E-Commerce-Markt wettbewerbsfähig zu sein.

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Warum japanische Lokalisierung so wichtig ist

Japan zählt gemessen am Bruttoinlandsprodukt zu den größten Volkswirtschaften der Welt. Damit bietet das Land enorme Chancen – vorausgesetzt, man spricht seine Kunden richtig an. Eine professionelle japanische Lokalisierung ist daher kein optionales Qualitätsmerkmal, sondern eine Grundvoraussetzung für den geschäftlichen Erfolg.

Der Grund liegt auf der Hand: Die Englischkenntnisse in Japan sind im internationalen Vergleich eher gering, und rund 90 % der Nutzer bevorzugen Inhalte in ihrer Muttersprache. Doch Vorsicht – eine bloße Übersetzung reicht selten aus! Wenn Texte holprig klingen oder offensichtlich von einer Maschine stammen, leidet das Vertrauen in die Marke sofort. In Japan gilt schließlich oft die Devise: „Klingt das Japanisch seltsam, dann kaufe ich lieber nicht.“

Vertrauen ist im japanischen Markt entscheidend. Darum kommt es auch auf die korrekte Verwendung von Höflichkeitsformen, kulturelles Feingefühl und eine auf japanische Plattformen abgestimmte SEO-Strategie an. Erfolgreiche Lokalisierung bedeutet, Sprache und Kultur als Einheit zu verstehen und beide mit der gleichen Sorgfalt zu gestalten.

 

Worauf es im japanischen Markt wirklich ankommt

Eine reine Übersetzung führt in Japan, wie oben beschrieben, selten zum gewünschten Erfolg. Notwendig ist ein tiefes Verständnis japanischer Ausdrucksweisen, kultureller Kontexte und des Suchverhaltens der Nutzer. Werden diese Aspekte vernachlässigt, können selbst hervorragende Produkte falsch wahrgenommen oder gar übersehen werden.

Im Folgenden erläutern wir die wichtigsten Erfolgsfaktoren für internationale Unternehmen:

Die Komplexität der japanischen Sprache

Japanisch verwendet drei Schriftsysteme: Kanji, Hiragana und Katakana. Diese müssen kontextabhängig korrekt eingesetzt werden.
Ein einzelnes Wort – etwa „Fisch“ – kann in unterschiedlichen Schreibweisen auftreten (魚, さかな, サカナ). Für SEO bedeutet das, dass verschiedene Schreibvarianten berücksichtigt werden müssen.

Hinzu kommt eine völlig andere grammatikalische Struktur als im Englischen oder Deutschen: Subjekte werden häufig weggelassen, und je nach sozialer Beziehung zwischen Sprecher und Adressat müssen unterschiedliche Höflichkeitsformen (respektvoll, bescheiden, neutral) verwendet werden. Wer in den japanischen Markt eintritt, sollte diese sprachliche Komplexität unbedingt berücksichtigen.

Kultureller Kontext

Bei der Lokalisierung ins Japanische ist der Kontext entscheidend. Die Kommunikation muss sich an gesellschaftlichen Normen und an der spezifischen Nutzerpsychologie orientieren. Japanische Gesellschaftsstrukturen legen großen Wert auf Harmonie, Hierarchien und respektvolle Distanz. Entsprechend wichtig ist eine präzise und situationsgerechte Wortwahl, inklusive korrekter Höflichkeitsstufen.

Zudem sind japanische Konsumentinnen und Konsumenten stark risikovermeidend. Kaufentscheidungen basieren weniger auf direkter Werbeansprache als auf Vertrauen. Statt aggressiver Verkaufsargumente, wie sie in westlichen Märkten üblich sind, erwarten Nutzer ausführliche Produktinformationen, transparente Unternehmensangaben und nachvollziehbare Erklärungen.
Auch visuelle Elemente sollten zum japanischen Alltag passen (etwa durch den Einsatz japanischer Models), um insgesamt ein stimmiges und glaubwürdiges Gesamtbild zu erzeugen.

UI- und UX-Anpassungen

Auch die Benutzeroberfläche muss an die japanische Sprache und das Nutzerverhalten angepasst werden. Japanisch verwendet Vollzeichen, die mehr Platz benötigen als lateinische Buchstaben. Dadurch sind größere Zeilenabstände und zusätzlicher Leerraum nach oben und unten nötig, um eine gute Lesbarkeit zu gewährleisten. Layouts müssen flexibel genug sein, um Textlängenänderungen abzufangen.

Bei Formularen ist zudem zu beachten, dass japanische Namen oft mehrere Lesarten haben. Daher ist ein zusätzliches Feld für die phonetische Schreibweise („Furigana“) notwendig, um eine korrekte Sortierung und Verarbeitung zu ermöglichen. Solche sprachspezifischen Anforderungen sollten technisch sauber umgesetzt werden.

Japanische und Deutsche Lokalisierung im Vergleich

deutsche Lokalisierung

Viele internationale Unternehmen gehen davon aus, dass sich Lokalisierung in verschiedenen Ländern nach ähnlichen Prinzipien umsetzen lässt. Doch gerade im Vergleich zwischen Japan und Deutschland zeigen sich deutliche Unterschiede, sowohl in der Sprache als auch im Nutzerverhalten. Wer diese Unterschiede versteht, kann Inhalte gezielt anpassen und vermeidet typische Missverständnisse, die das Vertrauen der Nutzer kosten können.

Sprache und Tonfall: indirekt versus direkt

In Japan wird Kommunikation häufig indirekt, vorsichtig und situationsabhängig gestaltet. Klare Feststellungen oder stark wertende Aussagen werden eher vermieden, da sie als zu konfrontativ empfunden werden können. Stattdessen sind weichere Formulierungen üblich, die Interpretationsspielraum lassen und Rücksicht auf das Gegenüber signalisieren.

In Deutschland hingegen wird eine direkte, klare und sachliche Sprache meist positiv wahrgenommen. Präzise Aussagen, eindeutige Vorteile und klare Handlungsaufforderungen gelten als transparent und vertrauenswürdig. Was in Deutschland als nüchtern und professionell gilt, kann in Japan jedoch schnell zu hart oder sogar aufdringlich wirken.

Vertrauen entsteht auf unterschiedlichen Wegen

Sowohl in Japan als auch in Deutschland spielt Vertrauen eine zentrale Rolle bei Kaufentscheidungen, doch es entsteht auf unterschiedliche Weise.
Japanische Nutzer legen großen Wert auf formelle Sicherheit und emotionale Verlässlichkeit. Ausführliche Informationen, erklärende Texte und eine sichtbare Seriosität des Unternehmens sind entscheidend, um Unsicherheiten zu reduzieren.

Deutsche Nutzer erwarten ebenfalls Transparenz, bewerten diese jedoch stärker anhand von Fakten, Leistungsdaten, Preisen und rechtlichen Informationen. Während in Deutschland eine kompakte, strukturierte Darstellung Vertrauen schafft, kann in Japan ein „zu knapper“ Auftritt den Eindruck von Oberflächlichkeit erwecken.

Suchverhalten und SEO: sprachliche Vielfalt versus Standardisierung

Ein wesentlicher Unterschied zeigt sich im Suchverhalten. Die japanische Sprache kennt mehrere Schriftsysteme, sodass ein Begriff je nach Schreibweise unterschiedliche Zielgruppen anspricht. Dadurch verteilen sich Suchanfragen stärker und erfordern eine differenzierte Keyword-Strategie, die kulturelle und sprachliche Feinheiten berücksichtigt.

Im deutschen Markt ist das Suchverhalten stärker standardisiert. Schreibvarianten spielen eine geringere Rolle, dafür stehen präzise Begriffe und klar definierte Suchintentionen im Vordergrund. Während deutsche SEO stark analytisch und datengetrieben ist, erfordert japanische SEO zusätzlich ein tiefes sprachliches und kulturelles Verständnis.

UI und UX: Informationsdichte versus Reduktion

Auch bei der Gestaltung von Webseiten unterscheiden sich die Erwartungen deutlich. In Japan sind textreiche Seiten mit vielen Informationen weit verbreitet und akzeptiert. Eine hohe Informationsdichte vermittelt Kompetenz und Sicherheit, insbesondere bei erklärungsbedürftigen Produkten oder Dienstleistungen.

Deutsche Nutzer bevorzugen tendenziell eine reduzierte, übersichtliche Darstellung. Klar strukturierte Inhalte, Weißraum und schnelle Orientierung stehen im Vordergrund. Was in Deutschland als benutzerfreundlich gilt, kann in Japan jedoch als unzureichend oder wenig vertrauenerweckend wahrgenommen werden.

Unterschiedliche Anforderungen an die Lokalisierungstiefe

In Deutschland bedeutet Lokalisierung häufig, Inhalte sprachlich korrekt zu übersetzen, rechtliche Vorgaben zu erfüllen und Tonalität sowie Fachbegriffe anzupassen.

Da Lokalisierung in Japan, wie bereits oben beschrieben, weit über die Sprache hinausgeht und kulturelle Erwartungen, Kommunikationsstile, visuelle Gestaltung und Nutzerpsychologie einbezieht, ist sie wesentlich umfassender als in vielen westlichen Märkten.

Gerade dieser Unterschied wird von internationalen Unternehmen häufig unterschätzt. Erfolgreiche japanische Lokalisierung erfordert ein tieferes Eintauchen in den Markt und oft auch eine engere Zusammenarbeit mit lokalen Expertinnen und Experten.

 

Ablauf bei der Auslagerung der japanischen Lokalisierung

Die Auslagerung der Lokalisierung kann Prozesse effizienter machen, birgt aber auch Risiken, wenn sie schlecht geplant ist. Daher sollten folgende Schritte beachtet werden:

1. Vorbereitung

Vorab sollten Zielmarkt und Zielsetzung klar definiert werden. Welche Rolle spielt die Lokalisierung für das eigene Geschäft in Japan?
Außerdem empfiehlt es sich, die Inhalte vorzuformulieren und zentrale Begriffe, nicht zu übersetzende Wörter sowie Tonalität festzulegen. Ein Styleguide hilft externen Dienstleistern, konsistent und markengerecht zu arbeiten.

2. Auswahl des Partners

Wählen Sie einen Partner, der sowohl die japanische Sprache als auch die lokalen Geschäftsgepflogenheiten versteht. Ideal sind Anbieter mit in Japan ansässigen Muttersprachlern und Branchenkenntnis.
Offene Kommunikation, Rückfragen seitens der Übersetzer sowie der Austausch von Styleguide und Glossar sind entscheidend für eine gleichbleibende Qualität.

3. Beauftragung

Neben den zu übersetzenden Texten sollten auch Zweck, Zielgruppe und gewünschter Ton mit dem Partner klar kommuniziert werden.
Zudem empfiehlt es sich, Regelungen zu Korrekturschleifen und Kosten im Voraus festzulegen, um unnötige Mehrkosten zu vermeiden.

4. Prüfung

Die gelieferten Texte sollten auch im eingebauten Zustand auf der Webseite geprüft werden. Achten Sie nicht nur auf Übersetzungsfehler, sondern auch auf Layoutprobleme, unnatürliche Zeilenumbrüche oder abgeschnittene Texte.
Zusätzlich sollten Datums-, Zeit- und Währungsformate, kulturelle Sensibilität und Markenton aus Sicht eines japanischen Muttersprachlers überprüft werden.

Häufige Fragen zur japanischen Lokalisierung

Q1: Muss der Tonfall angepasst werden?

Ja. Direkte, stark behauptende Aussagen werden in Japan oft als unangenehm empfunden. Stattdessen sind zurückhaltende, weiche Formulierungen üblich, die Spielraum lassen und Vertrauen aufbauen.

Q2: Worauf sollte man beim Outsourcing achten?

Nicht nur sprachliche Qualität zählt, sondern auch der tatsächliche Erfolg – etwa in Bezug auf SEO oder Conversion. Texte sollten nicht nur korrekt, sondern überzeugend und vertrauenswürdig sein.

Q3: Wann sollte man mit der Lokalisierung beginnen?

Am besten bereits in der frühen Markteintrittsphase. Ein beschädigtes Markenimage lässt sich später nur schwer korrigieren, während frühe Investitionen langfristig Kosten sparen.

Q4: Welche Inhalte sind unverzichtbar?

Unbedingt notwendig sind Unternehmensinformationen, Kontaktmöglichkeiten, Support-Hinweise und FAQs. Japanische Nutzer erwarten umfassende Informationen. Fehlende Angaben werden schnell als mangelnde Seriosität interpretiert.

 

Fazit

Lokalisierung ist eine zentrale Marketingstrategie für den japanischen Markt und entscheidend für Vertrauen und SEO-Erfolg. Nur wenn Schriftsysteme, Höflichkeitsformen und Suchintentionen konsequent berücksichtigt werden, entstehen Inhalte, die japanische Nutzer wirklich erreichen.
Gerade für internationale Unternehmen ist die Zusammenarbeit mit verlässlichen Partnern daher entscheidend. Japanische Lokalisierung sollte nicht als Kostenfaktor betrachtet werden, sondern als eine langfristige Investition für eine stabile Marktpräsenz.

 

 

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